* Di. 27.03.2018, vormittags: Vom Körper, den ich habe, zum Leib, der ich bin (Maria Fischer, Passau)

Dass wir einen Körper haben, fällt uns im Alltag oft gar nicht auf: erst wenn er „muckt" oder wir uns nicht wohl fühlen in ihm, wenden wir uns ihm zu: tragen Make up auf, machen Diäten oder trainieren Muskeln und Kondition, d.h. versuchen uns zu optimieren. Dass es noch einen ganz anderen Zugang zum Körper geben könnte, drückt sich im Wort „Leib" aus. Damit ist die Einheit von Seele, Geist und Körper gemeint, die von Gott geschenkt und vom Atem bewohnt ist: Paulus nennt diesen Leib einen Tempel. Jeder von uns ist immer schon und ohne dass wir daran etwas verbessern müssten, ein solcher Tempel. Wir dürfen uns daran erinnern, d.h. uns Zeit dafür nehmen und lernen nach innen zu lauschen, um so eine tiefere Beziehung zu uns selbst zu finden.
Maria Fischer, Atemtherapeutin, Begleiterin von Kontemplation und kontemplativen Exerzitien, Passau